Dankwart Kühn (1934)   

Die Werke Dankwart Kühns sind mehr als Bilder – sie sind Erinnerungsräume. Geprägt von Kindheit und Flucht im Zweiten Weltkrieg, von der Stille Naumburgs und der geistigen Weite der Landesschule Pforta, entwickelte Kühn eine Bildsprache, die zwischen Abstraktion und konkreter Erinnerung oszilliert. Seine Kompositionen – oft reduziert, doch voller Tiefe – spiegeln Orte, Geschichte und Empfindung.

Ausgebildet an der renommierten Burg Giebichenstein in Halle, verband Kühn künstlerische Freiheit mit handwerklicher Präzision. Als Restaurator bewahrte er Kulturgüter mit der gleichen Hingabe, mit der er malte: geduldig, detailverliebt, beseelt. Seine Bilder zeigen Mauern, Städte, Landschaften – nicht als bloße Abbilder, sondern als emotionale Topografien.

Ob Paris, Nessebar, Berlin oder das mitteldeutsche Saaletal – Kühns Werke sind Wegmarken eines künstlerischen Lebens, das sich stets zwischen gebauter Geschichte und urwüchsiger Natur bewegte. Seine Malweise bleibt dabei stets eigenständig: Farbschicht über Farbschicht, Schraffur über Schraffur – ein Kaleidoskop der Erinnerung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dankwart_Kühn

Besichtigung und Auslage des Katalogs „Gemälde – Zeichnungen – Fayencen“ zur Auktion

Dankwart-Kühn,-Hiddensee,-1966_-Öl-auf-Leinwand,-40x50cm
Dankwart-Kühn,-Düne,-1969,-Öl-auf-Leinwand,40×50-cm